4 Tage Eckernförde-Kappeln-Schleswig-Radtour „Schlei-Ostsee-Nord-Ostsee-Kanal“
Am Dienstag, den 02.06.2026 trafen sich frühmorgens, bei bestem Fahrradwetter, 35 gut gelaunte Landfrauen auf dem Göhrdeparkplatz. Nachdem der Busfahrer „Erik“ die Fahrräder und Koffer zügig verladen hatte, konnte die Reise pünktlich um 7:30Uhr beginnen. Die fröhliche Begrüßung fand durch das Reiseleitungsteam des Vorstands statt. Damit jeder jeden mit Namen ansprechen konnte, hatte eine Landfrau eine tolle Idee! Sie fertigte sehr schöne Namensschilder zum anstecken, die im Bus verteilt wurden. Vielen Dank dafür!
Unterwegs stieg der Reiseführer „Ludwig“ dazu. Er hatte viele interessante geschichtliche Informationen über Schleswig-Holstein und Dänemark. Sie ist geprägt von der jahrhundertelangen Verbindung zwischen dem deutschen Herzogtum Holstein und dem dänisch geprägten Herzogtum Schleswig. Der Konflikt um die nationale Zugehörigkeit dieser Region prägte die europäische Politik des 19.Jahrhunderts. Heute ist es ein gutes Miteinander zwischen Holsteinern und Dänen!
Bevor alle zur ersten Fahrradtour starteten, gab es von „Ludwig“ Anweisungen für unfallfreies Radfahren in so einer großen Gruppe.
Die erste Radtour führte an der Schlei entlang durch leicht hügelige Küstenlandschaft, lichte Buchenwälder mit Blick auf Gutshöfe, schöne Reetdachhäuser, blühende Bauerngärten und grüne Wiesen. Es wurde eine Pause gemacht bei der „Landarzt Praxis“ aus der gleichnamigen Fernsehserie (ist heute ein Cafe). Leider war es für die Landfrauen nicht geöffnet, da dort eine Hochzeitsfeier stattfand.
Das nächste Ziel war Kappeln an der Schlei. Sehenswert sind die Klappbrücke über die Schlei, der Museumshafen, die 32m hohe Holländermühle „Amanda“, sowie der einzige Heringszaun Europas. Am Hafen lässt es sich bei einem Fischbrötchen oder Kaffee gut verweilen!
In der Zeit hatten Erik und Ludwig die Fahrräder verladen und die Fahrt führte über Eckernförde nach Gr. Wittensee zum Hotel. (Glück gehabt, fing an zu regnen)
Nach dem Zimmerbezug und Abendessen fand noch ein gemütliches Beisammensein auf der Terrasse statt. Einige Damen erkundeten den Ort und genossen die herrliche Abendstimmung am Wittensee.
2.Tag
Gut gestärkt und froh gelaunt, vor allem pünktlich 9Uhr, ging die Fahrt mit dem Bus bis nach Kappeln. Nach einer Erkundungstour durch das schöne Städtchen (Landarzt-Cafe, Kirche usw.) war Pünktlichkeit angesagt, denn immer um „42“ vor einer vollen Stunde wird die Klappbrücke hochgeklappt!
Die anschließende Radtour führte auf dem Ostseeradweg Richtung Süden entlang bis ins beliebte Ostseebad Damp. Zwischendurch wurden Pausen eingelegt, so dass einige Landfrauen ein Fußbad in der Ostsee nehmen konnten und in Damp erfolgte dann die Mittagspause.
Mit kräftigem Gegenwind radelten, vor allem die einzige Landfrau ohne E-Bike mit ihren 83 Jahren (große Hochachtung von Allen!) unaufhaltsam bis nach Eckernförde. Hier wurde die schmucke Altstadt auf eigene Faust erkundet.
Sehenswert und interessant war der Besuch in der Bonbonmanufaktur. Hier konnte man die Herstellung von Himbeerbrause-Bonbons live miterleben und anschließend probieren. Eine Riesenauswahl an leckeren Bonbons und Lollis, da fiel die Entscheidung schwer.
Weiter ging es auf dem Küstenradweg, vorbei am Gut Ludwigsburg. Nun zur letzten Etappe dieses Tages. Ganz hatte dann Ludwigs Wetter-App doch nicht gestimmt – die letzten Kilometer bis Gr. Wittensee fing es an zu stürmen und zu regnen, aber alle hielten tapfer durch!
Nach dem leckeren Abendessen endete der Abend in lustiger Runde im Hotel und Ludwigs Wetterprognose für den nächsten Tag: „es wird wieder halbtrocken!“
3.Tag
In der Hoffnung, dass das Wetter „halbtrocken“ bleibt starteten die Landfrauen auf zur nächsten Radtour. Diese führte zunächst entlang des großen Wittensees und dann weiter auf den sogenannten Ochsen-Radweg. Dieser Radweg verläuft nahezu parallel mit dem Pilgerweg der Via-Baltica, d.h. des nördlichen Teils des Jakobsweges. Hier wurden früher die Ochsen in die Stadt getrieben. Ludwig hatte dazu viele interessante Geschichten zu erzählen. So wurde dann ein Fotostop eingelegt am alten Bahnhofsgebäude (heute Restaurant). Da erinnert ein „alter Spruch“ an vergangene Zeiten. In dem kleinen Städtchen Kropp wurde eine Kaffeepause eingelegt und Busfahrer Erik kümmerte sich um ein defektes Fahrrad. So konnten dann alle gemeinsam weiter radeln.
Da Ludwig ständig das Wetterradar im Blick hatte, wurden die Räder kurzer Hand vor Schleswig verladen (zu schön, dass Erik stets zur Stelle war) und die richtige Entscheidung – es kam kräftig Regen auf! So fuhren wir dann mit dem Bus zum Hafen an die Schlei und machten eine Kaffeepause im Hafencafe mit seinen leckeren Baisertorten! Als die Sonne sich so langsam wieder zeigte, gingen einige Damen mit Ludwig zur Stadtführung. Und die, die sich ausruhen wollten blieben im Bus (hatten auch viel Spaß).
Schleswig ist eine historisch reizvolle Stadt mit maritimem Flair. Sie besticht durch Highlights wie das imposante Schloss Gottorf (war leider nicht zu besichtigen wegen Renovierungsarbeiten), Museum Haithabu (Wikingerzeit) den Dom und das Fischerviertel Holm. Dieses haben wir erkundet. Es war ursprünglich eine Insel. Die historische Siedlung ist geprägt durch kleine, gepflegte Fischerhäuschen rund um den idyllischen Friedhof (früher der Dorfplatz). Holm ist Autofrei! Auf dem Friedhof werden nur geborene Holmer beerdigt. Eine wirklich schmucke Siedlung – zurzeit wunderschön mit den vielen blühenden Rosen.
Die Rückfahrt führte noch an etlichen Sehenswürdigkeiten von Schleswig vorbei, darunter auch an einem Dänischen Gymnasium. Dieses wurde von der Reederei Maersk finanziert. Die Dänen haben sehr gut ausgestattete Schulen. Hier wurde ein Tatort gedreht: „Borowsky und der brennende Mann“ mit Axel Milberg.
Nun aber auf zum Hotel bei Regenwetter – ach wie schön so ein Bus!
Nach einem reichhaltigen Abendessen – leckeren Matjes – und Fisch muss schwimmen – also wurde ein „Fischergeist getrunken!“ sehr spassig!
Den letzten gemeinsamen Abend verbrachten die Landfrauen wieder in fröhlicher, lustiger Runde im Hotel.
4.Tag
Heute hieß es Abschied nehmen. Ein letztes Mal „verwöhnen lassen“ und das leckere Frühstücksbüffet genießen!
Auf geht‘s zur letzten Tour mit Busfahrer Erik und Reiseleiter Ludwig.
Zunächst fuhren wir durch wunderschöne Lindenalleen bis nach Schafstedt und von dort radelten alle mit Rückenwind auf dem Nord-Ostsee-Kanal-Radweg entlang. Der Kanal erspart den Schiffen den längeren Weg durch das Skagerrak um die Nordspitze Dänemarks. Es ist die meistbefahrene künstliche Seeschiffahrtsstrasse der Welt. Sie durchquert auf seiner Länge von 98 Kilometern das Land Schleswig-Holstein zwischen Brunsbüttel und Kiel-Holtenau.
Es war ein angenehmes radeln mit Blick aufs Wasser, schwimmenden Schwänen und Enten und vorüberziehenden Schiffen. Doch leider blieb es heute nicht ganz „halbtrocken“, so dass alle ganz schnell mit der Fähre übersetzen mussten zum Lokal um Unterschlupf zu finden vor einem kräftigen Regenschauer. Leider nicht ganz trocken geblieben. Aber alle fanden schnell eine trockene Sitzgelegenheit und genossen ein warmes Getränk.
Nun fand nach Absprache eine Planänderung statt. Die Wetterprognose war nicht rosig, und so wurde nicht mehr nach Rendsburg weiter geradelt. Gerne hätten alle noch Rendsburg erkundet, aber bei Regen, und die Zeit war auch schon fortgeschritten, war es die richtige Entscheidung.
Da hat dann Ludwig den Bus zum Lokal bestellt. Es war toll anzusehen, wie der Bus auf die Fähre fuhr und zum Lokal kam. In gewohnter Weise wurden die Fahrräder ein letztes Mal im Fahrradanhänger verladen und die Rückreise konnte beginnen.
Unser Reiseleiter Ludwig verabschiedete sich von den Damen mit einem Lob über ihre rücksichtsvolle Fahrweise und der guten Stimmung!
Über Hamburg, etwas Stau im Elbtunnel, wurde dann Bad Bevensen am frühen Abend erreicht.
Es waren erlebnisreiche Tage – alle haben es gut gemeistert, vielen Dank den Sicherheitsdamen, Ludwig für seine stete Verbindung zum Wetterradar, seine Sicherheitsregeln und Flexibilität, Erik für seine stete Verfügbarkeit – einer, der sein Handwerk versteht! Es war ein gutes Miteinander.
Vielen Dank den drei Vorstandsdamen, die den „Hut“ aufhatten. Sie haben jeden Tag abwechselnd alle gut informiert, haben alles gut im Griff gehabt und zur guten Stimmung beigetragen.


























































