6-Tage-Reise ins Saarland und nach Luxemburg

6-Tage-Reise ins Saarland und nach Luxemburg

Am 20.Mai 2019 trafen sich morgens um 7 Uhr in Bad Bevensen, bei kühlen Frühlingswetter, 37 frohgelaunte Landfrauen. Sie starteten mit dem Bus Richtung Saarland in das Dreiländereck Frankreich, Luxemburg und Deutschland. Es soll die schönste Ecke des Saarlandes sein, mit der birnenförmig umschwungenen Saarschleife.
Christine Hyfing (1.Vorsitzende) begrüßte die Landfrauen mit einem Reisegedicht: Ein fröhliches Herz geht auf Reisen! Der Busfahrer Michael gab klare Anweisungen. So ging die Fahrt über Autobahnen, an Großstädten vorbei und durch abwechslungsreiche Landschaften, mit Pausen versehen, bis nach Merzig, wo alle mit einem fröhlichen Herzen ankamen.
Begrüßt wurden wir im Hotel mit einem reichhaltigen Abendbüffet und dazu gab es den traditionellen „Fietz“ (gegorener Apfelsaft) – nicht jedermanns Geschmack!
Einige Landfrauen erkundeten noch die Innenstadt und andere ließen den Abend in der Hotelbar ausklingen.

2.Tag
Im Bus wurden wir fröhlich von der Reiseleiterin begrüßt. Als erstes stand die Besichtigung von Villeroy und Boch in Mettlach auf dem Programm. In der Alten Abtei in Mettlach befindet sich die Firma, dort besuchten die Landfrauen zunächst die Keravision, ein Erlebniszentrum im Hause Villeroy und Boch. Die Ausstellung zeigt Lebensart und Wohnkultur, der mehr als zweieinhalb Jahrhunderte Firmengeschichte, sehr interessant, auch die dazugehörige Erlebniswelt „Tischkultur“.
Anschließend folgte ein Rundgang durch den wunderschönen Firmenpark. Dort steht eine Kapelle, in der die Wandbilder aus Mosaiksteinchen zusammen gesetzt wurden (Villeroy und Boch), sehr beeindruckend. Weiter ging es an den historischen Schinkelbrunnen und den Alten Turm, dem ältesten sakralen Bauwerk des Saarlandes vorbei.
Keramik, die Jahrhunderten trozt, und Efeu sind die Materialien des “Living Planet Square“ von Stefan Szczesny und Andre Heller.
Danach war Zeit zum shoppen im Outlet-Center von Villeroy und Boch.
Weiter ging die Fahrt entlang der Saar ins schmucke, mittelalterliche Städtchen Saarburg, mit dem größten innerstädtischen Wasserfall Europas. Einige Landfrauen wagten den Aufstieg zur Saarburg mit seinen 180 Stufen. Sie wurden mit einem malerischen Ausblick belohnt.
Das nächste Ziel war der Baumwipfelpfad-Saarschleife. Es war ein tolles Erlebnis hoch in den Bäumen zu wandern, das bedeckte Wetter war genau richtig dazu. Vom Aussichtspunkt Cloef, mit seinem 43 Meter hohen Turm, hatte man einen tollen Ausblick zur Saarschleife.
Auf dem Nachhauseweg fing es an zu regnen, aber da saßen alle munter und trocken im Bus.
Der Abend endete in lustiger Runde in der Hotelbar.

3.Tag
Den Landfrauen lachte die Sonne frühmorgens fröhlich ins Gesicht. Pünktlich ging die Fahrt nach Trier los. Durch eine wunderschöne abwechslungsreiche Landschaft mit vielen Weinbergen führte sie über Konz, wo die Saar in die Mosel fließt. In Trier empfing uns eine „Römerin“-Stadtführung um mit uns, zurückversetzt ins 300. Jahrhundert, durch die historische Altstadt zu gehen. Aus dieser Perspektive wurde über die Bauwerke und die  Erlebnisse erzählt. Man musste schon gut zuhören und etwas Fantasie haben, um es nachzuvollziehen. Zu sehen waren unter anderem die Porta Nigra und der schönste Marktplatz Deutschlands, der Dom (kolossales, sehr beeindruckendes Bauwerk), das Kurfürstliche Palais, die Kaiserthermen. Anschließend wurde die Stadt auf eigene Faust erkundet. Zahlreiche Fußgängerzonen, Geschäfte und Cafés luden zum Besuch ein. Mit vielen Eindrücken fuhren wir wieder ins Hotel. Es erwartete uns wieder ein reichhaltiges Abendbüffet und dank des lauen Abends, ließ man ihn fröhlich im Biergarten ausklingen.

4.Tag
Bei schönstem, sonnigen Frühlingswetter ging die Fahrt über die Grenze zum Nachbarland Frankreich. Vorbei fuhren wir am Kernkraftwerk „Cattenom“, an der Grenze zu Deutschland mit seinen 4 Reaktoren.
Weiter ging es zur Hauptstadt Lothringens -Metz-. Dort empfing uns eine Gästeführerin, die mit uns zuerst eine Stadtrundfahrt machte. Sie zeigte uns viele Sehenswürdigkeiten. Aufgrund zahlreicher Bauwerke aus gold-gelbem Stein, nennt man sie auch die „Goldene Stadt“. Metz ist auch die grünste Stadt Frankreichs.
Zu Fuß ging es dann durch Metz, am Rathaus, den grossen Markthallen, der Stadtmauer  mit ihren verschiedenen Toren (auch ein deutsches Tor), vorbei. Zum Schluß ging es in die „Laterne Gottes“, die gotische Kathedrale St. Etienne, die eine Höhe von 43 Metern mißt, mit ihren prächtigen Glasfenstern, von denen einige von Chagall gestaltet wurden.
Nun hatten sich alle eine Mittagspause verdient. Beim Bestellen der Speisen auf französisch fehlten einigen ein paar Vokabeln, so daß manch Essen und Trinken zum Erlebnis wurde. Aber Spaß hatten alle dabei.
Als nächstes stand eine Weinbergführung mit Weinprobe auf dem Programm. Sie führte uns nach Sehndorf (Gemeinde Perl). Dort wurden die Landfrauen vom Winzer Gerd Petgen mit einem Sekt begrüßt. Der Betrieb ist 18 ha groß. Der Wein wächst auf Schiefergestein, unter anderem der leckere Grau-und Weißburgunder. In diesem Jahr hat der Frost stark zugeschlagen. In den unteren Weinhängen teilweise bis zu 100% Ausfall.
Unter sachkundiger Führung ging es durch die Weinberge bis zur Hütten, wo schon mal ein Gläschen Wein probiert wurde. Der Ausblick war sagenhaft, das Dreiländereck mit Frankreich, Luxemburg und Deutschland zeigte sich in seiner ganzen Pracht.
Zurückgekehrt zur Straußenwirtschaft, erwartete uns eine deftige Brotzeit mit selbstgemachter Wurst und verschiedenen Flammkuchen. Es wurden etliche Weine probiert und für gut befunden, so daß viele Flaschen ihren Besitzer wechselten. Ein milder Abend lud noch zu einem Spaziergang durch Sehndorf ein. Interessant war der alte Waschbrunnen aus dem 19.Jahrhundert, der durch 2 Bäche ständig mit Wasser befüllt wird, er war noch nie leer. Dort wurde die Wäsche gewaschen.
Fröhlich, beschwingt und zufrieden wurden alle wieder sicher, vom Michael nach Merzig gefahren. So ging ein sehr schöner Tag zu Ende!

5.Tag
Wieder begann ein sonniger Tag. Der Besuch der ehemaligen Festungsstadt Luxemburg, Hauptstadt des gleichnamigen Großherzogtums stand auf dem Programm. Die Stadt ist nicht nur Weltkulturerbe, sondern auch internationale Finanzmetropole und Sitz zahlreicher EU-Behörden. Erwähnenswert auch der steuerfreie Einkauf.
Zuerst fuhren wir mit dem Bus ins Pfaffenthal, die Unterstadt. Dort erwarteten  uns die Gästeführer. Ein Aufzug brachte die Landfrauen in 65 Meter Höhe zur Oberstadt. Eine wunderbare Aussicht erwartete uns. Gezeigt wurde uns die Vielfalt und die Kontraste der pulsierenden Stadt. Alte und neue Bauten vereint mit vielen grünen Inseln. Die alten Stadtmauern, welche immer wieder erweitert wurden, die vielen Brücken geben der Stadt die Besonderheit. Vom Bockfels aus ist die Aussicht grandios! Vorbei ging es noch am Palast des Großherzogs.
Nach gut 2 stündigem Fußmarsch waren alle doch froh, einen Sitzplatz zu finden, um sich zu stärken.
Der Bus fuhr pünktlich um 14:30 Uhr, am „Place de la Construction“ mit der goldenen Frau, vor.
Nun fuhren wir nach Grevenmacher. Dort konnte man noch steuerfrei einkaufen. In einem Café gab es leckere, toll dekorierte Törtchen, die das Herz mancher Landfrau höher schlagen ließ.
Der Ort Schengen war das nächste Ziel. Es ist ein Winzerdorf an der Mosel, bekannt durch das Europadenkmal. Am 14.06.1985 wurde der Europavertrag dort unterschrieben. Es blieb noch etwas Zeit, die schöne Landschaft zu genießen, bevor es zurück ging.
Michael brachte alle sicher ins Hotel und dankte den Landfrauen für ihre Pünktlichkeit und Zügigkeit beim Ein- und Aussteigen. Er hat die Landfrauen immer wieder überrascht!
Den letzten Abend ließen alle bei herrlichem Wetter fröhlich ausklingen.

6.Tag
Und schon war der Tag der Heimreise gekommen. Rechtzeitig nach dem Frühstück kamen wir ohne Stau und Verzögerungen gegen Abend wieder in Bad Bevensen an.


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